TECHNIK

Ob eine traditionelle oder moderne Ofenanlage gebaut werden soll, ist eine Frage der äußeren Gestaltung. Das Innenleben eines Ofens muss allerdings auf dem neuesten Stand der Technik sein. Nur so ist gewährleistet, dass aus dem nachwachsenden Brennstoff Holz alles herausgeholt wird, was in ihm steckt. Gleichzeitig werden somit auch optimale Emissionswerte erzielt, die dem Vergleich mit einer Gasheizung standhalten können. 

Zuerst steht aber zur Diskussion, welche Bedürfnisse die neue Ofenanlage abdecken soll. Sieht man die Optik der Flamme im Vordergrund und die Vorstellung jederzeit "zündeln" zu können, so denkt man gleich an einen Offenen Kamin. Für die ausgesprochenen Pyromanen unter uns natürlich das Nonplusultra. 

 

Anders sieht es schon aus, wenn man sich für einen Heizkamin mit Sichtscheibe entscheidet. Sie diverenzieren sich im Wirkungsgrad stark durch die Größe des Feuerraums und durch ein hochschiebbares oder schwenkbares und somit dichteres Scheibensystem. Gerade an kühlen Abenden bleibt man von seiner Zentralheizung unabhängig und während des Winters wird auf stimmungsvolle Art und Weise zugeheizt. 

 

Will man aber sein Haus heizen und das so oft gerühmte Raumklima eines Kachelofens erreichen, führt kein Weg an einer geschlossenen Ofenanlage vorbei. Das heißt, dass während des Abbrands die Ofentür geschlossen bleibt und man nur öffnet, um auf das Glutbett neues Holz nachzulegen. Diese Türen gibt es mittlerweile auch mit großem Sichtfenster! Mit einem Kombinationsofen aus Konvektions- und Speicherwärme erhält man die Möglichkeit schnell über warme Luft und gleichzeitig mit lang anhaltender Speicherwärme zu heizen. 

Entscheidet man sich für einen Grundofen fällt die Möglichkeit am Abend mal schnell einzuheizen weg, da die Speicherwände erst nach 1-4 Stunden Wärme abgeben. Hypokaustenöfen bieten die Möglichkeit, die warme Luft mittels eines Schachtsystems in darüber liegende Räume zu bringen oder ganze Wände damit aufzuheizen. 

 

Bei allen Spielarten des Kachelofens kommt es natürlich darauf an, dass mit sehr hochwertigem Material, am besten mit Schamottesteinen, gearbeitet wird. Denn nur eine große Masse besitzt die Fähigkeit Wärme zu speichern. Alle Kachelofentechniken können auch für die Warmwasser Zubereitung genützt werden, oder mit einem Peletsbrenner der über einen Peletsbunker gespeist wird gebaut werden.

Kamine

Offene Kamine


Offene Kamine von Carara Kaminarchitektur München

Beim Offenen Kamin steht die Optik des Feuers im Vordergrund. Damit es nicht zu weniger angenehmen Erscheinungen wie Rauchgasen im Wohnzimmer kommt, darf ein solcher Feuerraum nicht überdimensioniert sein. Auch muss die Ofenanlage stark "auf Zug" gebaut werden, d.h. die Rauchgase gehen auf schnellstem Weg zum Schornstein und haben somit keine Zeit ihre Wärme abzugeben.

 

Des Weiteren bekommt das Feuer beliebig Sauerstoff, dadurch brennt ein solches "Lagerfeuer" nur bei ca. 300 - 350° ab. Das mag auf den ersten Blick viel erscheinen, für gute Emissionswerte reicht das aber bei weitem nicht aus, denn diese Temperaturen kommen eben nur Ihrem Schornstein zugute, aber nicht Ihrer guten Stube. Bekannt ist ja der Effekt, dass man am offenen Feuer vorne röstet und auf der Rückseite bereits fröstelt. 

 

Um Funkenflug zu vermeiden sollte möglichst harzarmes Holz wie Birke verwendet werden, trotzdem lässt man ein offenes Feuer natürlich nicht unbeaufsichtigt. 

 

Bei der Gestaltung eines Offenen Kamins stehen alle Möglichkeiten vom "Englischen Kamin" bis zur Ofenplastik als Raumteiler zur Verfügung. 

 

Fazit:

Archaisch - echte Lagerfeuerromanik, etwas für den ausgesprochenen Pyromanen.

Heizkamine


Heizkamine von Carara Kaminarchitektur München

Bei der ganzen Bandbreite von lieferbaren Einsätzen fällt die Wahl schwer. Doch klare physikalische Gegebenheiten engen dann doch das Feld rasch ein. So versprechen große Panoramascheiben, dass von allen Seiten ins Feuer eingesehen werden kann. Aber der Lagerfeuereffekt mit viel Sauerstoff bringt einen raschen Abbrand bei geringer Temperaturentwicklung mit sich. Leider kommt dadurch eine rasch verschmutzende Scheibe hinzu. Sogenannte Scheibenhinterspülungen mit Luft sollen dies verhindern, nur wird dieser Luftstrom sofort ins Feuer gezogen. Nur sehr hohe Temperaturen, die umso geringer ausfallen desto größer der Feuerraum ist, sind in der Lage verschmutzte Scheiben auch wieder sauber zu brennen. 

 

Es bieten sich also eher kompakte Feuerstellen an, die heißer abbrennen. Schmale, hochformatige Scheibensysteme zeigen eine breiter und höher aufbrennende Flamme. Die Effizienz wird aber auch von den Dichtungen der Scheibensysteme beeinflusst. Desweiteren kann man bei einem Heizkamin mit großer Scheibe ausschließlich auf Konvektionswärme setzen, andererseits bei schmäleren Feuerräumen auch eine Kombination mit Speicherwärme erreichen. 

 

Bei Angabe der Heizleistungen durch die Hersteller ist es schwierig vergleichbare Daten zu finden. Schließlich wird leider in der Regel nicht angegeben, mit welchen Holzmengen die Tests gefahren werden. Das Höchstmögliche ist wie so oft nicht das im Alltag Übliche, das heißt, bei zu großen Holzmengen kann ein Einsatz in wenigen Monaten auch „überheizt“ werden. 

 

Fazit:

Urbanes Feuererlebnis zum Zuheizen an einem kühlen Abend.

Gaskamine


Gaskamine von Carara Kaminarchitektur München

Der Gaskamin ist nun auch in Deutschland auf dem Vormarsch.

 

Kein Holz hacken, keine verschmutzten Scheiben und Feuer auf Knopfdruck.

Dies sind die Punkte die den Gaskamin

für Kunden in urbanen Gebieten attraktiv machen.

 

Bei der Gestaltung haben Sie die gleichen Möglichkeiten wie bei Heizkaminen. Auch kann das oft eine Alternativen sein, wenn ein Holzbetrieb nicht zu realisieren ist. Ein Gaskamin kann sowohl mit Scheiben als auch als offene Feuerstätte realisiert werden. 

 

Fazit:

Flame auf Knopfdruck, der Komfort steht im Vordergrund. 


Kachelofen

Alle nachfolgenden Kachelofentypen (Grundofen, Kombiofen und Hypokaustenofen) können sowohl mit einem großen Sichtfenster als auch traditionell, mit kleinem Kontrollfenster gebaut werden. Unsere Steinöfen mit Kachelofentechnik werden alle mit einer Aschebettfeuerung gebaut. Für den alltäglichen Gebrauch hat dies die folgenden Vorteile: Sie können 12-14 Stunden nach der letzten Feuerung auf dem Glutbett, das sich hervorragend im Aschebett hält, nachlegen und das Holz entzündet sich von selbst am Glutstock. Andererseits bleibt nur ein Ascheanteil von unter 2% der verheizten Holzmenge im Ofen. Da die Holzkohlerestbestände vom letzten Feuer nicht einen Aschkasten füllen, sondern mit dem nächsten Feuer sofort mit entzünden und dabei gleich wieder für Hitze sorgen und bis zu feinem Staub verbrennen, bleibt nur feine Asche zurück. Dabei heizt man absolut Recourcen- und Umweltschonend ohne von Gas, Öl oder Strom abhängig zu sein.  

Grundofen


Grundofen von Carara Kaminarchitektur München

Die ideale Lösung für denjenigen, der mit Strahlungswärme vom ersten bis zum letzten Tag der Heizperiode durchheizen will. Bei Grundöfen werden die Rauchgase über gemauerte Züge zum Schornstein geführt. Dabei unterscheidet man zwischen leichter, mittlerer und schwerer Bauweise. Je stärker die Ofenwandungen gemauert sind, desto länger kann der Ofen die Wärme halten. Dafür benötigt die schwere Bauweise mehr Zeit sich aufzuheizen. Zum anderen entscheidet die Ofengröße über die Heizleistung. Je größer die Oberfläche, umso mehr Heizleistung erreicht die Anlage. 

 

Fazit:

Die angenehmste Wärme die man erleben kann, verbunden mit einem eineinhalb bis eindreiviertel Stunden langem Feuer. Bei sehr langer Speicherfähigkeit.

Kombi0fen


Kombiofen von Carara Kaminarchitektur München

Der ideale Ofen für die Übergangszeit, innerhalb von 3-5 Minuten kommt bereits heiße Luft sehr effektiv aus den Warmluftöffnungen. In etwa 1 ½ - 1 3/4 Stunden sind die massiv aus Schamotte gemauerten Offenwandungen heiß und speichern die Wärme über 8-12 Stunden. Hier wird große und schnelle Heizleistung durch Kombination von Konvektions- und Strahlungswärme erreicht. Dadurch können auch kleinere Öfen sehr leistungsstark sein, d.h. mit einem Ofen, der auf unter 1m² Grundfläche steht, können 70 - 120 m² vollwertig beheizt werden. 

 

Fazit:

Viel und sehr schnelle Wärme verbunden mit der angenehmsten Strahlungswärme. Ideal in der Übergangszeit wie auch in der Hauptheizperiode. Dabei ein Flammenspiel bis zu 2 Stunden.

Hypokaustenofen


Hypokaustenofen von Carara Kaminarchitektur München

Bei einer derartigen Anlage geht es darum, Wärme in einen darüber liegenden Raum zu bringen. Dies geschieht mittels eines Schachtsystems in dem warme Luft nach oben steigt, die Wärme wird an die Schachtwandungen abgegeben, die Luft fällt wieder nach unten und heizt sich erneut auf. 

 

Fazit:

Ofen mit großen Strahlungswänden mit einem System, das es erlaubt Etagenübergreifend zu heizen.